Konferenzergebnisse

Am 6.12.2001 wurde auf Initiative von der Internationalen Richterkommission eine Versammlung von Richtern, Züchtern und Vertretern der Katzenliebhaber in Moskau gerufen. Unter den 35 Anwesenden waren:

Frau Olga Abramova, WCF Int. Richterin
Frau Inna Schustrova, WCF Int. Richterin
Frau Larisa Ovchinnikova, WCF Int. Richterin
Frau Olga Mironova, SFF Richterin
Herr Alexey Stschukin, TICA/WCF Richter
Herr Vladimir Nechaev, Chefredakteur von "Drug", Russische Katzenzeitschrift
Frau Tatiana Pavlova, Verein von Liebhabern der Sibirischen Katze.

Folgende Zwinger wurden vertreten:

Veschiy Son, Losinyi Ostrov, White Night, de Gleimur, Adagio, Zhemchug Nevy.
Vertreter von Katzenliebhabervereinen aus Moskau, Omsk und Tomsk.


Zur Diskussion wurden Fragen der Enstehung und Entwicklung der einheimischen Katzenrassen Russlands vorgeschlagen, unter anderem der einheitliche Typ von Sibirischen Katzen und Newa Masquerade und ihre gemeinsame Zucht.
Als Ergebnis der heißen Diskussion wurde die folgende Resolution verabschiedet:

1. Es wird für unzweckmäßig gehalten, die Newa Masquerade als eine separate Rasse registrieren zu lassen, da alle rassebildenden Merkmale mit den Zügen der Sibirischen Katze identisch sind. Die Newas sind Sibirische Pointkatzen und, als solche, werden zusammen mit anderen Farben der Sibirischen Katze gezüchtet und auch gerichtet, den Ausstellungsregeln entsprechend, je nach Geschlecht, Alter und Farbe.

2. Man muss danach streben, das Benutzen von phänotypischen Sibirischen und Newa Masquerade-Katzen zu begrenzen. Auf der heutigen Stufe der Entwicklung der Rasse ist es unzweckmäßig, die Novizen ganz auszuschließen. Die Novizenklasse muss für diese Rasse noch mindestens 5 Jahre geöffnet sein.

3. Den Richtern wird es empfohlen, gegenüber allen Merkmalen der Einkreuzung von Persern und Balinesen in allen Farben der Sibirischen Katze strenger zu sein, um solche Katzen aus der Zucht auszuschließen.

4. Das Entsprechen dem richtigen Typ ist die Hauptsache. Das Fell von Sibirischen Katzen und Newas muss in allen Farben dem Standard entsprechen, man muss aber auch berücksichtigen, dass Agouti-Katzen festeres Fell haben.

5. Eine dunklere Körperfarbe, Tabbymarkierungen und Flecken an den Flanken und am Bauch sind kein Grund, Punkte zu entziehen, da es für alle natürlichen Katzenrassen eigenartig ist, die vermutlich in ihrer Geschichte Kreuzungen mit Wildkatzen hatten. Außerdem haben viele Katzen in Russland freien Auslauf im Sommer.

6. Züchter und Richter sollten die Zweckmäßigkeit der Aussonderung von verschiedenen Tabbyzeichnungen in Newas aufmerksam studieren, da diese Zeichnung undeutlich und verschwommen ist, so dass wegen schlechter Zeichnung Punkte entzogen werden können.

7. Ein guter Kontrast zwischen den Points und der Körperfarbe bleibt eine Forderung des Standards.

Copyright Jan 2002

Irina Sadovnikowa St. Petersburg